Fackelschwimmen - die etwas andere Freiwassereinheit

Das Aller-Winter-Fackelschwimmen ist sicher keine Sportveranstaltung im herkömmlichen Sinne. Zwar klingen 4-5 Schwimmkilometer zunächst sehr ambitioniert. Schaut man sich jedoch die dazugehörigen Fotos mit bunt verkleideten Teilnehmern an, wird schnell klar, dass es hier vor allem um eines geht: den Spaß an der Freude! So ließ sich Wolf auch nicht lange bitten. Ohne André, dafür aber mit personeller Unterstützung des FC St. Pauli Triathlonvereins, ging es für ihn Mitte Februar nach Celle, um sich mit einer Schar bunt kostümierter Schwimmer in die 4°C kalte Aller zu stürzen. Eingepackt in einen 7mm dicken Neoprenanzug kombiniert mit Taucherhaube, Handschuhen und Füßlingen war die Euphorie zunächst riesig und die Kälte deswegen kaum spürbar. Der dabei ebenfalls mitgeführte RESTUBE bot neben einem guten und sicheren Gefühl auch jede Menge Komfort – und so ging es auf dem ersten Teilabschnitt unter strahlend blauem Himmel gemütlich flussabwärts Richtung Sonnenuntergang. Doch mit der Gemütlichkeit war es schnell vorbei, denn mit der Dunkelheit kam auch die Kälte. Schnell fror man trotz des Neoprenanzugs am ganzen Körper und Hände und Füße wurden langsam taub. Hier half der Becher Glühwein, der bei der Fackelausgabe auf halber Strecke gereicht wurde. Jedenfalls kehrten die Lebensgeister zurück und man spürte plötzlich genug Kraft, um auch den letzten Abschnitt mit der Fackel in der Hand in Angriff zu nehmen. Durchgefroren, etwas benebelt aber auch mächtig stolz und glücklich kamen Wolf & Co. ins Ziel. Dort wartete nicht nur ein wärmendes Handtuch, sondern auch ein imposantes Bild: Die nachfolgenden mit Fackeln bewaffneten Schwimmer bildeten ein sich im Wasser spiegelndes Lichtermeer. Wirklich ein grandioser Anblick, der Jahr für Jahr im Februar unzählige Schwimmer aber auch Zuschauer nach Celle lockt. Mehr zu dieser empfehlenswerten Veranstaltung, die eigentlich auf einer Trainingsmaßnahme der örtlichen DLRG-Ortsgruppe basiert, findet man hier.

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